
Diese Nachfrage wird durch das rasante Wachstum von KI-Anwendungen angetrieben. Strategisch günstig im Raum Grenoble gelegen, einem der etabliertesten Halbleitercluster Europas, stärkt der Standort Mercks Rolle beim Aufbau eines widerstandsfähigeren und wettbewerbsfähigeren europäischen Halbleiter-Ökosystems.
„Die Steigerung der Chip-Leistung hängt zunehmend von der komplexen Architektur der Chipsysteme ab und nicht mehr allein von der Miniaturisierung. Da Chip-Designs immer komplexer werden, können selbst kleinste Unregelmäßigkeiten ganze Systeme gefährden. Dies macht Qualitätssicherung und Zuverlässigkeit anspruchsvoller denn je“, sagte Ben Hein, Mitglied des Vorstands von Merck und CEO Electronics. „Unser Know-how in den Bereichen Messtechnik und Inspektion bietet Chipherstellern die präzisen Werkzeuge und Lösungen, die sie benötigen, um die nächste Welle technologischer Fortschritte zu realisieren.“
Innovationen der nächsten Generation im Halbleiterbereich ermöglichen
Die neue Anlage verfünffacht die Produktionskapazität von Merck für Mess- und Inspektionswerkzeuge. Diese Lösungen werden immer wichtiger für die Gewährleistung von Genauigkeit und Fehlererkennung in der Chipfertigung und unterstützen Chiphersteller bei fortschrittlichen Verpackungslösungen und heterogener Integration. Diese 3D-Technologien für Chiparchitekturen der nächsten Generation bringen Speicher- und Logikchips durch vertikales Stapeln näher zusammen, wodurch die Leistung gesteigert und gleichzeitig der Energieverbrauch gesenkt wird.
Messtechnik-Werkzeuge messen kritische Parameter in der Chipfertigung wie Tiefen, Stufenhöhen und Dicken und ermöglichen so Echtzeitanpassungen, die die Prozesssteuerung verbessern. Inspektionswerkzeuge erkennen eine Vielzahl von Fehlerarten und gewährleisten höchste Qualitätsstandards. Zusammen steigern diese Technologien die Fertigungsausbeute, senken die Produktionskosten und beschleunigen die Markteinführung von Halbleiterinnovationen der nächsten Generation.
Nachhaltiges Wachstum vorantreiben
Der Geschäftsbereich Electronics von Merck ist ein wichtiger Wegbereiter für Technologie-Roadmaps und bietet eines der breitesten Portfolios an Materialien und Ausrüstung für die Halbleiterindustrie. Die Übernahme von Unity-SC mit Sitz in Montbonnot-Saint-Martin bei Grenoble, Frankreich, im Oktober 2024 hat Mercks optisches Know-how weiter ergänzt. Mit mittlerweile mehr als 100 Mitarbeitern am neuen Standort – die sowohl in der Produktion als auch in Forschung und Entwicklung tätig sind – und Plänen, in den nächsten vier Jahren etwa 100 weitere hochqualifizierte Ingenieursstellen zu schaffen, treibt Merck die Konvergenz von Optik und Halbleitern voran, um den Anforderungen von Technologien der nächsten Generation gerecht zu werden. Dies ermöglicht fortschrittliche Chipsysteme für Anwendungen in den Bereichen KI, High-Performance Computing (HPC) und High-Bandwidth Memory (HBM) und stärkt damit den Kurs von Merck Electronics auf profitables Wachstum.
Der Standort in Saint-Ismier ist ein Beispiel für Mercks Engagement für Nachhaltigkeit. Er verfügt über eine mit Stroh gedämmte Holzkonstruktion, ein hermetisches Betonsockel und Photovoltaikmodule auf dem Dach sowie über Parkplatzüberdachungen zur Gewinnung erneuerbarer Energie, die rund 40 % des Energieverbrauchs des Standorts decken. Im Inneren sorgen helle Innenhöfe, verstellbare Sonnenschutzvorrichtungen und ein kühlendes Fußbodenheizungssystem für einen energieeffizienten und komfortablen Arbeitsbereich.
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Weiterführende Links
👉 www.merckgroup.com
Fotos: Merck