Mikroelektronik

Infineon und Siemens: Siliziumkarbid-Technologie, um elektrischen Schutz in Rechenzentren und Fabriken voranzutreiben

8. Juni 2026. Die Infineon Technologies AG und die Siemens AG arbeiten zusammen, um den elektrischen Schutz in Rechenzentren, Produktionsanlagen und Batteriespeichersystemen zu verbessern und dort einen zuverlässigen Betrieb sicherzustellen. Im Rahmen der Zusammenarbeit setzt Siemens bei seinem Halbleiter-Leistungsschalter SENTRON 3QD2 auf Siliziumkarbid (SiC)-Leistungsmodule von Infineon. Das steigert die Effizienz, Leistungsdichte und Zuverlässigkeit der Siemens-Schutzlösung.

Diesen Beitrag teilen
Der Siemens SENTRON 3QD2 verwendet Halbleiterkomponenten und intelligente Schutzalgorithmen, um Stromkreise vor Schäden durch übermäßigen Stromfluss zu schützen. Foto: Siemens AG

Kontakt

Silicon Saxony

Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Manfred-von-Ardenne-Ring 20 F

Telefon: +49 351 8925 886

redaktion@silicon-saxony.de

     

„KI-Rechenzentren und Fabriken werden zunehmend elektrifiziert und immer komplexer. Das erhöht die Anfälligkeit für elektrische Störungen und treibt die Nachfrage nach nachhaltigeren, effizienteren und zuverlässigeren Stromverteilungssystemen voran“, sagt Andreas Weisl, Executive Vice President und Chief Sales Officer Industrial & Infrastructure bei Infineon. „Durch die Kombination unserer fortschrittlichen Siliziumkarbid-Technologie mit der Expertise von Siemens in der Energieverteilung adressieren wir diesen Bedarf, um einen schnellen, sicheren und zuverlässigen Betrieb von kritischen Infrastrukturen zu gewährleisten.“

Ein Semiconductor-Circuit-Breaker, auch Solid-State-Circuit-Breaker genannt, ist ein Halbleiter-Leistungsschalter, der Stromkreise vor Schäden durch übermäßigen Stromfluss schützt, wie er zum Beispiel durch Kurzschlüsse oder Überlast entsteht. Im Gegensatz zu herkömmlichen elektromechanischen Schutzschaltern, die zur Unterbrechung des Stromflusses auf mechanische Komponenten setzen und typischerweise im Millisekundenbereich arbeiten, verwendet der Siemens SENTRON 3QD2 für diese Funktion Halbleiterkomponenten und intelligente Schutzalgorithmen. Damit ermöglicht er ein ultraschnelles Abschalten im Mikrosekundenbereich, bis zu 1.000-mal schneller als herkömmliche Systeme. Diese Fähigkeit ist für Gleichstromnetze (DC) unabdingbar und sorgt für eine deutliche Verbesserung von Schutz und Systemverfügbarkeit. In Anwendungen wie der industriellen Fertigung oder KI-Rechenzentren, wo im Fall von Stromfehlern selbst geringe Verzögerungen zu teuren Ausfallzeiten, Datenverlust oder kostspieligen Hardwareschäden führen können, ist das von entscheidender Bedeutung. 

„Unser neues Gleichstrom-Portfolio bietet innovative Lösungen, die nicht nur die Energieeffizienz verbessern, sondern auch die Entwicklung resilienter, zukunftssicherer Infrastrukturen ermöglichen“, sagt Markus Grabmeier, CEO Electrical Products bei Siemens Smart Infrastructure. „Gleichstromanwendungen können den Energieverbrauch senken und den Materialeinsatz deutlich reduzieren. Durch die Integration von Batteriespeichern lässt sich zudem der Spitzenstrombedarf erheblich verringern. Mit diesem Ansatz leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur Dekarbonisierung unserer Industrien und unterstreichen zugleich unser Engagement für die Entwicklung von Technologien, die einen greifbaren Mehrwert für unsere Kunden und die Gesellschaft schaffen.“

Die Zusammenarbeit adressiert die steigenden Anforderungen kritischer Infrastrukturen, bei denen Geschwindigkeit, Präzision und Zuverlässigkeit entscheidend sind. Durch die Integration des 62 mm-CoolSiC™ MOSFET-Moduls 1200 V von Infineon in die fortschrittlichen Schutzkonzepte von Siemens leisten die Unternehmen einen wichtigen Beitrag zu widerstandsfähigeren, effizienteren und zukunftssicheren Energieinfrastrukturen. Der gemeinsame Ansatz unterstützt die zunehmende Verbreitung von Gleichstromnetzen und hochelektrifizierten Umgebungen und hilft Industrie- und Infrastrukturbetreibern, die steigenden Anforderungen an Leistung und Zuverlässigkeit zu erfüllen.

Über Infineon 

Die Infineon Technologies AG ist ein weltweit führender Anbieter von Halbleiterlösungen für Power Systems und das Internet der Dinge (IoT). Mit seinen Produkten und Lösungen treibt Infineon die Dekarbonisierung und Digitalisierung voran. Das Unternehmen hat weltweit rund 57.000 Beschäftigte (Ende September 2025) und erzielte im Geschäftsjahr 2025 (Ende September) einen Umsatz von rund 14,7 Milliarden Euro.

– – – – –

Weiterführende Links

👉 www.infineon.com  

Foto: Siemens AG

Kontakt

Silicon Saxony

Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Manfred-von-Ardenne-Ring 20 F

Telefon: +49 351 8925 886

redaktion@silicon-saxony.de