Unternehmertum

Bosch: Investition in Geschäftsfelder der Zukunft

28. April 2026. Innovationen und der Aufbau von neuen Geschäftsfeldern haben Bosch zum heutigen Technologieführer gemacht. Um seine Innovationslandschaft weiter auszubauen, investiert das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren rund 200 Millionen Euro in seine Tochtergesellschaft Bosch Business Innovations. Als Corporate Venture Builder entwickelt die Einheit neue Geschäftsideen jenseits des heutigen Kerngeschäfts und baut daraus Start-ups von der Frühphase an auf. Ziel ist es, diese systematisch zur Marktreife zu führen und auch neue führende Geschäftsmodelle für Bosch zu entwickeln.

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Bosch Business Innovations treibt 2026 den Aufbau neuer Unternehmen in drei Fokusfeldern voran: softwaregesteuerte Fertigung, medizinische Ferndiagnostik und Carbon Capture. Im Bild zu sehen ist das Halbleiterwerk in Dresden, Boschs erste AIoT-Fabrik, wo softwaregesteuerte Fertigung neue Standards für die Industrie 4.0 setzt. Foto: Bosch

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Dazu hat Bosch Business Innovations im Einklang mit der Bosch-Strategie Geschäftsfelder definiert, in die vorrangig investiert werden soll und bei denen die Marktdynamik sowie die Kompetenzen und technologische Expertise von Bosch optimal zusammenpassen. Dies sind zu Beginn die softwaregesteuerte Fertigung, medizinische Fernüberwachung sowie die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Treibhausgasen. Weitere Geschäftsfelder sind in den kommenden vier Jahren geplant. Ziel ist es, bis 2030 20 erfolgreiche Start-ups operativ tätig zu haben. 

„Wir haben uns schon immer weiterentwickelt, indem wir frühzeitig und entschlossen neue Technologien identifiziert und in sie investiert haben – denn Innovationen sind unsere wichtigste Währung. Mit der finanziellen Ausstattung stärken wir Bosch Business Innovations nun erheblich. Hier haben neue Ideen ein Zuhause und den Raum, um sich zu entfalten.“

Axel Deniz, Geschäftsführer von Bosch Business Innovations ergänzt: „Unser Ziel ist es, systematisch neue Ideen jenseits des heutigen Kerngeschäfts aufzubauen. Hierzu setzen wir auf die Stärken von Bosch, insbesondere die technologische Expertise und die Patentkraft. Diesen strukturellen Vorteil eines Großunternehmens kombinieren wir mit der Schnelligkeit und Flexibilität aus der Start-up-Welt.“

Bosch Business Innovations beschleunigt mit Partnerschaften Marktreife

Um beide Welten bestmöglich zusammenzubringen, setzt Bosch Business Innovations auf ein partnerschaftliches Modell. Gemeinsam mit erfahrenen Venture Studios baut Bosch neue Geschäftsideen von Grund auf und führt sie schnell zur Marktreife. Dabei kombiniert Bosch gezielt seine eigenen Stärken – von technologischer Expertise und Patentkraft bis hin zu industrieller Skalierung – mit der Umsetzungsgeschwindigkeit und Venture-Building-Expertise externer Partner. So entsteht ein Modell, in dem Chancen und Risiken bewusst geteilt werden und Innovation konsequent in die Umsetzung kommt.

Im Zentrum stehen dabei die Gründerinnen und Gründer: Bosch Business Innovations steht gezielt auch externen Unternehmerpersönlichkeiten offen und ermöglicht ihnen einen entscheidenden Vorsprung. Sie werden frühzeitig am Unternehmen beteiligt, übernehmen Verantwortung und gestalten von Anfang an aktiv mit. Ergänzend werden externe Investoren frühzeitig eingebunden, um zusätzliches Kapital und Marktzugang zu erschließen. Flankiert wird der Ansatz durch spezialisierte Partner, die Markt- und Technologietrends einbringen und den Zugang zu internationalen Gründerökosystemen ermöglichen.

Wachstumsmarkt medizinische Fernüberwachung

Im Bereich des Remote Health Monitoring, beziehungsweise der medizinischen Fernüberwachung, sieht Bosch Business Innovations einen stark wachsenden, bislang jedoch fragmentierten Markt. Bosch bringt bereits ein starkes Gesundheits-Ökosystem mit, unter anderem mit dem Robert-Bosch-Krankenhaus und zahlreichen Krankenhauspartnerschaften. Dazu kommt die technologische Kompetenz von Bosch. Das Unternehmen ist unter anderem Weltmarktführer für MEMS-Sensoren, die im Remote Health Monitoring unerlässlich sind. 

Im Bereich der softwaregesteuerten Fertigung setzt Bosch auf die eigene industrielle Stärke ebenso wie auf Kompetenz in Daten, Software und KI. Mit gezielten Investitionen in Start-ups sollen plattformbasierte Geschäftsmodelle für Software in der Produktion entstehen.

Carbon Capturing als dritter definierter Investment-Bereich bleibt ein strategisches Entwicklungsfeld. Bosch prüft hier Möglichkeiten, wie industrielle Dekarbonisierung und CO₂-Entfernung aus der Umgebungsluft in Geschäftsmodelle umgesetzt werden können. 

Bosch Business Innovations stellt existierendes Portfolio neu auf

Bosch Business Innovations hat sich aus der 100-prozentigen Bosch-Tochter grow platform entwickelt, die interne Start-ups im Unternehmen entwickelt hat. Das bisherige Portfolio wurde durch Bosch Business Innovations neu aufgestellt. Ziel ist es, für alle bestehenden Teams tragfähige Zukunftsperspektiven innerhalb oder außerhalb von Bosch zu schaffen. Ein wichtiger Meilenstein gelang beispielsweise Ende 2025 mit Bosch Advanced Ceramics: Der Spezialist für keramischen 3D-Druck wurde erfolgreich an Sintokogio, einen führenden Anbieter von Industrieanlagen und Fertigungslösungen, veräußert. 

Bosch Business Innovations etabliert sich damit als eine weitere Säule der Innovationstätigkeit bei Bosch unter anderem neben der unternehmensweiten ausgiebigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit und der bereits etablierten Venture-Capital-Tochter, Bosch Ventures.

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Weiterführende Links

👉 www.bosch.de 

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