Im Gespräch mit Geschäftsführer Frank Bösenberg wurde schnell deutlich: Das Interesse war groß und die Fragen direkt. Ein zentrales Thema: die Energieintensität der Halbleiterindustrie und die strategische Ausrichtung Deutschlands.
Bösenberg brachte es auf den Punkt:
“Our fabs are the drivers of the green transition.”
Denn ohne Mikroelektronik keine Energiewende, weder bei erneuerbaren Energien noch bei Elektromobilität, Digitalisierung oder Industrie 4.0. Gleichzeitig wurde offen diskutiert, wie energieintensive Produktion und Nachhaltigkeitsziele zusammengebracht werden können.
Ein weiterer Aspekt: Versorgungssicherheit.
Auch hier eine klare Botschaft: Deutschlands Energieinfrastruktur gehört zu den stabilsten und zuverlässigsten in Europa – ein entscheidender Standortfaktor für hochsensible Produktionsprozesse wie in der Halbleiterfertigung.
Neben diesen strategischen Themen ging es um:
- die Rolle Sachsens im globalen Halbleitermarkt
- Fachkräfteentwicklung und internationale Talente
- die Stärke vernetzter Innovationsökosysteme
Die Delegation – mit Vertreter:innen aus Europa, Asien, Afrika und Amerika – brachte vielfältige Perspektiven ein und machte den Austausch entsprechend differenziert und lebendig.
Der Besuch bei Silicon Saxony war Teil einer einwöchigen Reise durch Deutschland, organisiert durch das Auswärtige Amt Berlin im Rahmen des Goethe-Institut Visitors Programme. Ziel: internationalen Journalist:innen und Wirtschaftsvertreter:innen ein realistisches Bild Deutschlands als Technologie- und Investitionsstandort zu vermitteln von politischen Rahmenbedingungen bis hin zu konkreten Innovationsclustern vor Ort.