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Europäische Kommission: EU-Bericht zur Digitalisierung – Deutschland führend in Hochtechnologiebereichen

17. Juni 2026. Wie die EU bei der digitalen Transformation voranschreitet und welche Erfolge und Defizite es gibt, zeigt die EU-Kommission in ihrem Bericht über den Stand der digitalen Dekade. Konkret handelt es sich um die Digitalziele und -vorgaben für 2030 in vier Zielbereichen: digitale Infrastruktur, Digitalisierung der Unternehmen, digitale Kompetenzen und Digitalisierung der öffentlichen Dienste. Aus dem diesjährigen Bericht geht hervor, dass Deutschland führend in der Entwicklung von Spitzentechnologiebereichen (wie der Halbleiterindustrie und der Quantentechnologie) ist.

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Symbolbild Digitalisierung / Foto von Conny Schneider auf Unsplash

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Allerdings muss der größte EU-Mitgliedstaat weiterhin die Netzanbindung und digitalen öffentlichen Dienste verbessern. Positiv bewertet wird außerdem die Einrichtung des neuen Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung.

2026: Fortschritte und verbleibende Lücken

Der Bericht belegt Fortschritte in den folgenden Bereichen: 

  • Aufbau einer grundlegenden Konnektivitäts-Infrastruktur: 96,8 Prozent der Haushalte verfügen inzwischen über eine grundlegende 5G-Abdeckung.
  • Einführung fortschrittlicher digitaler Technologien durch Unternehmen: 46,7 Prozent der Unternehmen nutzen in der EU Cloud Computing, 39,9 Prozent wenden Datenanalysen an und fast 20 Prozent setzen künstliche Intelligenz ein (die Akzeptanz stieg 2025 verglichen mit dem Vorjahr um 48 Prozent).
  • Über 60 Prozent der Europäerinnen und Europäer verfügen inzwischen zumindest über grundlegende digitale Kompetenzen.
    Die Lücken bleiben jedoch bestehen:
  • Bereich Halbleiter: Hier macht die EU nur 9 Prozent des weltweiten Halbleitermarktes aus – weit entfernt von dem Ziel von 20 Prozent für 2030. Gleiches gilt für die Rechenkapazität.
  • Abhängigkeit: Europa bleibt trotz erheblicher Fortschritte im Bereich der Cybersicherheit nach wie vor strukturell von Cybersicherheitsanbietern außerhalb der EU abhängig
  • Mangelnde IKT-Kompetenzen: Im Jahr 2025 waren nur 5 Prozent der Beschäftigten Spezialisten – die Hälfte des Ziels von 10 Prozent für 2030. 

Empfehlungen: strukturelle Lücken schließen, Investitionen mobilisieren

Der Bericht enthält klare Empfehlungen sowohl für die EU als auch für die Mitgliedstaaten, die Anstrengungen weiter zu skalieren. Um zu vermeiden, dass die Fortschritte ins Stocken geraten, wird in dem Bericht nachdrücklich gefordert, die Finanzierung nach 2026 sicherzustellen, erfolgreiche Projekte (z. B. Konsortien für eine europäische digitale Infrastruktur  (EDIC), wichtige Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse  (IPCEI) und die Koordinierung auf EU-Ebene (z. B. durch Mehrländerprojekte)  weiter auszubauen.

Eurobarometer: Öffentliche Unterstützung für die Digitalpolitik der EU

Der Bericht kommt zeitgleich zur jüngsten Eurobarometer-Sonderumfrage . Aus ihr geht hervor, dass eine überwältigende Mehrheit der Europäer die Digitalpolitik als oberste Priorität der EU einstuft und eine autonomere digitale Zukunft Europas nachdrücklich unterstützt.

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Weiterführende Links

👉 https://germany.representation.ec.europa.eu 
👉 Bericht über den Stand der digitalen Dekade 2026 

Foto: unsplash

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