
„Die Bundesregierung hält in der Digitalpolitik das Tempo. Erstmals sind doppelt so viele Digitalvorhaben begonnen wie noch nicht begonnen“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Jetzt sind auch Länder und Kommunen gefordert, die z.B. im Bereich der Digitalisierung der Verwaltungen und Schulen aus den guten Vorlagen des Bundes spürbare Verbesserungen für die Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen machen.“
Der Monitor zeigt auch: Die meisten Vorhaben liegen zwar in der Federführung des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung, zugleich tragen zahlreiche weitere Ressorts Verantwortung für zentrale Digitalprojekte. „Digitalisierung ist eine Querschnittsaufgabe. Das Digitalministerium muss dabei Motor, Koordinator und Antreiber sein, aber jedes Ressort muss die Digitalisierung im eigenen Zuständigkeitsbereich konsequent voranbringen“, so Wintergerst.
Zu den neu abgeschlossenen Vorhaben zählten im zurückliegenden Quartal unter anderen die Schnellbauinitiative Hochschulen, die die digitale Infrastruktur an Hochschulen verbessern soll. Das Reallabore-Gesetz schafft bessere Möglichkeiten, neue digitale Technologien und Geschäftsmodelle zu testen, bevor sie dauerhaft in die breite Anwendung gehen. Neu begonnen wurden im vergangenen Quartal unter anderem die Abschaffung von Schriftformerfordernissen. Auch bei den 24-Stunden-Gründungen gibt es Fortschritte: Das BMDS hat ein Pilotprojekt gestartet, mit dem Unternehmensgründungen deutlich schneller und unbürokratischer möglich werden sollen. Zudem will der Staat stärker als Ankerkunde für KI auftreten. So soll die öffentliche Hand neue KI-Anwendungen nicht nur fördern, sondern selbst nutzen und so Innovationen schneller in die Praxis bringen.
Wichtig ist aus Bitkom-Sicht nun, dass die neu abgeschlossenen Projekte und begonnenen Vorhaben nun schnell umgesetzt werden. Wintergerst: „Digitalpolitik darf nicht bei Beschlüssen stehen bleiben. Entscheidend ist, ob Unternehmen schneller gründen können, Verwaltungsleistungen auch in der Praxis digital funktionieren, Schulen digital besser ausgestattet sind und Deutschland bei KI, Datennutzung und digitalen Infrastrukturen messbar vorankommt.“ Die Bundesregierung habe in der Digitalpolitik vieles auf den Weg gebracht. Jetzt müsse sie das Tempo beschleunigen. „Digitaler Fortschritt muss noch in dieser Legislatur im Alltag der Menschen und in den Unternehmen ankommen.“
Im „Monitor Digitalpolitik“ überprüft Bitkom regelmäßig den Umsetzungsstand aller digitalpolitischen Projekte der Bundesregierung. Die Vorhaben werden nach Umsetzungsstand und ihrer Bedeutung für die Digitalisierung untersucht und eingeordnet.
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Weiterführende Links
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