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TU Dresden und Leibniz IWF: Richtfest für Forschungsneubau der Material- und Quantenwissenschaften

2. September 2026. Optimale Voraussetzungen für die gemeinsame Spitzenforschung zu innovativen Quantenmaterialien und Halbleitertechnologien: Mit dem Richtfest am 1. September 2026 erreichen das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden und das Würzburg-Dresdner Exzellenzcluster „Komplexität, Topologie und Dynamik in der Quantenmaterie“ (ctd.qmat) einen wichtigen Meilenstein beim Bau ihres gemeinsamen Forschungsgebäudes in Dresden.

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Das Gebäude entsteht auf dem Campus Südvorstadt der Technischen Universität Dresden (TUD) an der Nöthnitzer Straße und wird Hightech-Labore, Büros und Gemeinschaftsräume für Forscher bereitstellen. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Erforschung und Entwicklung neuartiger Materialien, darunter Materialien für energieeffiziente Quantenchips und hochempfindliche Quantensensoren. Grafik: TU Dresden und Leibniz IFW

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Das Gebäude entsteht auf dem Campus Südvorstadt der Technischen Universität Dresden (TUD) an der Nöthnitzer Straße und wird Hightech-Labore, Büros und Gemeinschaftsräume für Forscher bereitstellen. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Erforschung und Entwicklung neuartiger Materialien, darunter Materialien für energieeffiziente Quantenchips und hochempfindliche Quantensensoren. Die Einweihung des fertiggestellten Gebäudes ist für Mitte 2029 geplant. Die Baukosten, die vom Freistaat Sachsen und der Bundesregierung finanziert werden, belaufen sich auf rund 70 Millionen Euro.


Bei der Richtfestfeier für das gemeinsame Forschungsgebäude des IFW Dresden und der TU Dresden. Von links nach rechts: Sebastian Gemkow, sächsischer Wissenschaftsminister; Dr. Andreas Handschuh, Leiter der Sächsischen Staatskanzlei; Dr.-Ing. E. h. Thomas Reiter, Leiter des Referats Raumfahrt und Sicherheit im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR); Dirk Hilbert, Oberbürgermeister von Dresden; Falk Reinhardt, Technischer Geschäftsführer des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB); Juliane Schmidt, Verwaltungsdirektorin des IFW Dresden; Jan Gerken, Kanzler der TU Dresden; Prof. Bernd Büchner, Wissenschaftlicher Direktor des IFW Dresden, und Prof. Matthias Vojta, Sprecher des Exzellenzclusters ctd.qmat. Foto: Ben Gierig

Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt:

„Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Potenzial von Quantentechnologien und den damit verbundenen Quantenmaterialien ist enorm. Deshalb setzt die Bundesregierung im Rahmen ihrer High-Tech-Agenda Deutschland konsequent auf Quantentechnologien als eine der Schlüsseltechnologien der Zukunft. Unser Ziel ist es, Deutschland zu einem weltweit führenden Standort für die Entwicklung und Anwendung von Quantentechnologien zu machen. Das gemeinsame Forschungsgebäude von IFW und TU Dresden, in dem die zugrunde liegende Materialtechnologie für Quanten- und Halbleitermaterialien erforscht und entwickelt wird, wird zu diesem Ziel beitragen.“

Sebastian Gemkow, sächsischer Staatsminister für Wissenschaft, Kultur und Tourismus:

„Dieses hochkomplexe und hochmoderne Infrastrukturprojekt wird zum neuen Zentrum Sachsens für Quantenmaterialien und die Erforschung völlig neuer Halbleitertechnologien. Halbleiter, Supraleiter und magnetische Materialien verändern unser Verständnis von Technologie grundlegend. Es geht um robuste Mikroelektronik, ultraschnelle und energieeffiziente Quantencomputer, innovative Lösungen für die Energieerzeugung und -speicherung sowie hochempfindliche Sensoren. Diese zukunftsweisende Forschung wird die Position Sachsens als weltweit führender Standort für Mikroelektronik und Quantenelektronik langfristig stärken. Und die Zusammenführung von IFW und ctd.qmat unter einem Dach, näher als je zuvor, verkörpert zudem die Idee kurzer Wege und gebündelter Kompetenz – der interdisziplinäre Austausch wird hier aktiv gefördert.“

Dr. Andreas Handschuh, Leiter der Sächsischen Staatskanzlei und Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten:

„Das gemeinsame neue Forschungsgebäude des IFW Dresden und der TU Dresden nimmt erfolgreich Gestalt an. Dies zeigt, dass mehr Verantwortung als Projektträger dazu beiträgt, die Spitzenforschung in Sachsen voranzubringen. Zukünftig wird das neue Gebäude auch die enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Einrichtungen in ihrer gemeinsamen Forschungsinfrastruktur sichtbar machen. Dass das Leibniz-Institut IFW Dresden als Projektträger die Verantwortung für die Planung und Umsetzung eines Forschungsgebäudes übernommen hat, das gemeinsam mit dem Exzellenzcluster ctd.qmat genutzt werden soll, stellt ein neues Kooperationsmodell in Deutschland dar.“

Prof. Dr. Bernd Büchner, wissenschaftlicher Direktor des IFW Dresden:

„Die gemeinsame Forschungsinfrastruktur eröffnet uns hervorragende Möglichkeiten, Quantenmaterialien sowohl theoretisch als auch experimentell zu untersuchen. Sie schafft ideale Voraussetzungen für einen engen wissenschaftlichen Austausch und neue gemeinsame Forschungsansätze. Wir freuen uns darauf, künftig unter einem Dach noch enger zusammenzuarbeiten.“

Prof. Dr. Matthias Vojta, Sprecher des Exzellenzclusters ctd.qmat:

“ Wer Quantenphysik auf höchstem internationalem Niveau betreiben will, ist auf Zusammenarbeit angewiesen. Ein gemeinsames Gebäude ist daher mehr als nur ein Ort, an dem zwei starke Partner Labore und Büros teilen. Das neue Forschungsgebäude bündelt unser Fachwissen, vereint unsere Stärken und ermöglicht den Austausch – vom Betreten des Gebäudes bis hin zu Gesprächen bei einer Tasse Kaffee. Hier entsteht ein Hotspot für Spitzenforschung zu Quantenmaterialien in Sachsen.“

Hintergrund: Fakten und Zahlen zum neuen Forschungsgebäude

Auf einer Fläche von mehr als 8.000 Quadratmetern werden Forscher die außergewöhnlichen Eigenschaften untersuchen, die Quantenmaterialien unter extremen Bedingungen – z. B. bei extrem niedrigen Temperaturen – aufweisen, sowie das Potenzial, das diese Eigenschaften für neuartige Bauelemente bieten. Ziel ist es, Quantenmaterialien zu entwickeln, die neue grüne Energietechnologien, energieeffiziente Elektronik oder robuste Quantenbits ermöglichen. Das neue Gebäude wird somit zu einem Zentrum für internationale Spitzenforschung im Bereich der Quantenmaterialien.

Von Beginn an hat das IFW Dresden die Verantwortung für die Planung, Koordination und Umsetzung des gemeinsamen Forschungsgebäudes übernommen. Die Verantwortung des IFW Dresden für den Bau eines gemeinsam mit der TUD genutzten Forschungsgebäudes stellt in Deutschland ein außergewöhnliches Modell der Zusammenarbeit zwischen einer außeruniversitären Forschungseinrichtung und einer Universität dar. Gleichzeitig schafft das neue Gebäude Raum für den Ausbau bestehender Kooperationen und für neue gemeinsame Forschungsinitiativen zwischen den beiden Einrichtungen.

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Weiterführende Links

👉 https://www.ifw-dresden.de/  
👉 https://www.ctdqmat.de/  

Foto: Ben Gierig und TU Dresden sowie Leibniz IFW

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