Mikroelektronik

Technologiestiftung Berlin: „Berliner Beitrag zur technologischen Souveränität in der Mikroelektronik“ – Neue Studie zur Stärkung der Berliner Mikroelektronik-Branche

19. März 2026. Mikroelektronik ist ein Schlüssel für technologische Souveränität und moderne Wertschöpfung. Eine neue Studie der Technologiestiftung Berlin zeigt, welche strategische Rolle der Standort Berlin im globalen Mikroelektronik‑Ökosystem spielt, wo seine besonderen Stärken liegen und wie Forschung, Industrie und Politik gemeinsam Zukunftstechnologien wie KI und Quantencomputing voranbringen können.

Diesen Beitrag teilen
Symbolbild Halbleiter / pixabay Republica

Kontakt

Silicon Saxony

Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Manfred-von-Ardenne-Ring 20 F

Telefon: +49 351 8925 886

Fax: +49 351 8925 889

redaktion@silicon-saxony.de

Ansprechpartner:

Ob in künstlicher Intelligenz, Elektromobilität, Medizintechnik oder Verteidigung: Ohne leistungsfähige Mikroelektronik steht moderne Wertschöpfung still. Gleichzeitig zeigen geopolitische Konflikte, Lieferengpässe und technologische Abhängigkeiten, wie sensibel und strategisch dieses Feld geworden ist. Technologische Souveränität bedeutet dabei nicht Abschottung, sondern die Fähigkeit, Schlüsselkompetenzen zu sichern und in internationalen Wertschöpfungsketten handlungsfähig zu bleiben.

Berlin ist durch seine exzellenten Forschungseinrichtungen, innovative Unternehmen und spezialisierte Akteure ein bedeutender Standort der Mikroelektronik.

Vor diesem Hintergrund hat die Technologiestiftung Berlin – im Rahmen einer Förderung durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe (SenWEB) – die Studie „Berliner Beitrag zur technologischen Souveränität in der Mikroelektronik“ veröffentlicht. Die Studie analysiert bestehende Abhängigkeiten in der Mikroelektronik, ordnet Berlins Rolle im europäischen und internationalen Kontext ein und zeigt gezielte Entwicklungsperspektiven für den Standort auf. Auf Basis einer fundierten Bewertung von Stärken, Chancen und Risiken macht sie deutlich, wie eng verflochten und global verteilt die Mikroelektronik-Wertschöpfung ist.

Berlin bildet einen wichtigen Knotenpunkt in diesem globalen Netzwerk. Im europäischen Kontext ist der Standort vor allem in der Weiterverarbeitung von Chips angesiedelt – nicht in der eigentlichen Chipproduktion. Diese Weiterverarbeitung ist ein besonders wertschöpfender Schritt, weil hier aus einzelnen Halbleitern leistungsfähige und marktfähige Anwendungen entstehen. Dazu gehören Kompetenzen im Backend Manufacturing (die Verarbeitung und Veredelung von Chips nach der
Fertigung), im Advanced Packaging (die leistungssteigernde Verbindung mehrerer Chips in einem kompakten Gehäuse), in der Mikrointegration (die Zusammenführung verschiedener elektronischer und funktionaler Komponenten zu einsatzfähigen Modulen) sowie in der Photonik (der Einsatz von Lichttechnologien für schnelle, energieeffiziente Datenübertragung und präzise Sensorik). Besondere Stärke und Wachstumspotential für Berlin bestehen laut Studie im Transfer zwischen Forschung und Industrie sowie im Bereich des Advanced Packaging, da hier die Grundlage für die Zukunftstechnologien wie KI und Quantencomputing gelegt werden. Darüber hinaus empfiehlt die Studie, die vorhandenen Netzwerke zu stärken und eine strategische Schwerpunktsetzung in der Mikroelektronik vorzunehmen.

Franziska Giffey, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Berlin ist Innovationsmetropole und spielt auch in der Mikroelektronik eine bedeutende Rolle. Die vergangenen Jahre haben deutlich gemacht, wie entscheidend diese Schlüsseltechnologie für Industrie, wirtschaftliches Wachstum und technologische Souveränität ist. Deshalb stärken wir gezielt die vorhandenen Kompetenzen am Standort und positionieren Berlin noch besser in internationalen Netzwerken. Mit unserem aus Landesmitteln kofinanzierten Förderprogramm zur Stärkung von Mikroelektronik und Kommunikationstechnologien unterstützen wir die Branche dabei, ihre Wertschöpfung auszubauen und schaffen so einen resiliente und souveränen Wirtschaftsstandort.“

Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin: „Ohne die Mikroelektronik wären zahlreiche Anwendungen für Künstliche Intelligenz, das Internet of Things, Telekommunikation oder der Automobilindustrie undenkbar. Das macht sie zu einem „Rückgrat der Digitalisierung“. Unsere Studie analysiert die Berliner Kompetenzen, Stärken und Schwächen, zeigt, wie Berlin zur europäischen Technologiesouveränität beitragen kann, und leitet daraus Ansätze zur Stärkung dieser Schlüsselbranche für das Land Berlin ab.“

Die Publikation „Berliner Beitrag zur technologischen Souveränität in der Mikroelektronik“ steht zum Download frei zur Verfügung.

Über die Technologiestiftung Berlin

Die Technologiestiftung Berlin ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich für eine menschengerechte Digitalisierung engagiert. Gemeinsam mit Verwaltung, Bildung, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtgesellschaft arbeitet sie daran, Berlins Digitalisierung gemeinwohlorientiert und partizipativ zu gestalten. Dabei ist sie nicht nur Impulsgeberin, sondern auch Umsetzerin. Sie entwickelt digitale Lösungen mit offenen Daten, Quellcodes und Hardware, die für alle zugänglich sind und über die Stadtgrenzen Berlins hinauswirken.
www.technologiestiftung-berlin.de 

Kontakt

Technologiestiftung Berlin
Vera Dünninger, Pressereferentin
vera.duenninger@ts.berlin | +49 175 59 78 068

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
Lisa Frerichs, Pressesprecherin
Lisa.Frerichs@senweb.berlin.de

_ _ _ _

Weiterführende Links

👉 http://www.technologiestiftung-berlin.de/ 
👉 Publikation: Berliner Beitrag zur technologischen Souveränität in der Mikroelektronik

Kontakt

Silicon Saxony

Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Manfred-von-Ardenne-Ring 20 F

Telefon: +49 351 8925 886

Fax: +49 351 8925 889

redaktion@silicon-saxony.de

Ansprechpartner: