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Fraunhofer Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB) / Fraunhofer Technologiezentrum Hochleistungsmaterialien (THM)

Unternehmensart

Forschungseinrichtung

Zielmärkte

Elektronik·Infrastruktur·Maschinen & Anlagen·Mobilität

Branchen

Forschung & Entwicklung

Portfolio

Energy Systems·Erneuerbare Energien·Forschungszentrum·Halbleiterindustrie·III-V-Substrate·Institute·Materialcharakterisierung·Materialforschung·Mikro- / Nanoelektronik·Nanotechnologie·Silicon Wafer·Umwelttechnologie

Zertifikate

Kontakt

Am St.-Niclas-Schacht 13
09599 Freiberg
+49-3731-2033-121

Ansprechpartner

Dr. Franziska Beyer
03731-2033-103
Gruppenleiterin

Über das Mitglied

Hochleistungsmaterialien wie Halbleiter- und Energiematerialien sind elementar, wenn es darum geht, die großen Herausforderungen der Zukunft zu lösen: intelligente Mobilität, Industrie 4.0, Energiewende oder Internet der Dinge. Dabei spielen sowohl die Entwicklung neuer, leistungsfähiger Materialien und die dazugehörigen effizienten Herstellungsverfahren eine große Rolle als auch eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft, die eine wirtschaftliche Wertstoffrückgewinnung ermöglicht.

Das Fraunhofer IISB mit seiner Außenstelle am Fraunhofer Technologiezentrum Hochleistungsmaterialien (THM) in Freiberg ist Partner von Unternehmen im Rahmen von Industrieaufträgen und öffentlich geförderten Projekten bei der Herstellung, Anwendung und dem Recycling von Halbleiter- und Energiematerialien.

Gefördert durch den Freistaat Sachsen ist das Fraunhofer THM eine Forschungs- und Transferplattform des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB und des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS. Gemeinsam werden Halbleiter- und Energiematerialien in neue Anwendungen überführt und zugleich das zukünftige stoffliche Recycling mitgedacht und entwickelt.

Die Gruppe Spektroskopie und Testbauelemente des Fraunhofer IISB am Standort Freiberg beschäftigt sich insbesondere mit der Charakterisierung und Herstellung und Prozessentwicklung für Bauelemente auf Basis von Halbleitern mit großer Bandlücke.

Die Variabilität von Halbleitergrundmaterialien für Anwendungen in der Leistungs- und Kommunikationselektronik steigt in den letzten Jahren rapide an. In diesem Bereich spielen vor allem Verbindungshalbleiter eine große Rolle. Diese Werkstoffe weisen physikalische Eigenschaften auf, die für diese Anwendungen denen des etablierten Siliziums überlegen sind. Darüber hinaus sind Defekte in diesen Materialien Kandidaten für die Realisierung einzelner Quantenzustände für künftige hochempfindliche Quantensensoren oder ultraleistungsfähige Quantencomputer.

Wir haben fundierte Expertise in der Charakterisierung der elektrischen Eigenschaften von unterschiedlichen Kristall-, und Wafer-Materialien sowie von teil- und vollprozessierten Bauelementen. Dies ermöglicht uns einerseits, Servicemessungen innerhalb einer kurzen Rücklaufzeit für unsere Kunden durchzuführen. Andererseits nutzen wir diese Toolbox, insbesondere die Möglichkeit, verschiedene Testbauelemente herzustellen, um für die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Bauelemente kritische Fehler zu identifizieren, deren Entstehung zu verstehen und gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen zu finden, wie die kritischen Defekte vermieden werden können.

Ausgehend von einer detaillierten, defektspektroskopischen Charakterisierung von Halbleitermaterialien (insbesondere GaN, SiC, AlGaN, AlN, GaAs, InP) können Testbauelementen in einem frühen Stadium der Materialentwicklung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Physik der TU Bergakademie Freiberg hergestellt und charakterisiert werden. Damit sind eine systematische Korrelation der Materialeigenschaften mit den resultierenden Bauelementeigenschaften und die Identifizierung bauelementkritischer Defekte möglich.

An der Zweigstelle des IISB in Freiberg können zudem kundenspezifische Fragestellungen zur Prozessentwicklung bis hin zum Design von Testbauelementen realisiert werden. In unserer flexiblen, voll CMOS ausgestatteten Reinraumlinie können so einerseits Prozesse individuell angepasst als auch andererseits die Materialeigenschaften mit der Leistungsfähigkeit von Bauelementen korreliert und kritische Materialfehler identifiziert werden.


Über das Institut

Das Fraunhofer THM beschäftigt sich mit der Herstellung von kristallinen Werkstoffen sowie der Vereinzelung des hergestellten Grundmaterials. Dabei unterstützt es Firmen im Rahmen von Industrieaufträgen und öffentlich geförderten Projekten auf den Gebieten der Materialpräparation, -bearbeitung und -charakterisierung einschließlich Kristallzüchtung, Scheibenherstellung sowie Epitaxie und Hilfsstofffragen. Das Fraunhofer THM wird seit 2005 als gemeinsame Abteilung der beiden Fraunhofer-Institute IISB und ISE betrieben.

Die Arbeitsgruppe Materialherstellung beschäftigt sich mit der Herstellung von Halbleiterkristallen. Das beinhaltet zum Beispiel die Kristallzüchtung von Silizium oder Galliumnitrid. Durch geeignete Messmethoden werden die Bedingungen während des Kristallwachstums in den Züchtungsanlagen sowie die Eigenschaften der hergestellten Kristalle bestimmt. Außerdem forscht das THM an der Entwicklung von Materialien für elektrochemische Speicher und Sekundärenergienutzung. Die umfangreichen Möglichkeiten zur Materialanalyse werden auch als Dienstleistung angeboten.

Die Arbeitsgruppe Wafering beschäftigt sich mit dem Sägeprozess zur Herstellung von Wafern. Zu diesem Zweck ist eine Slurrydrahtsäge sowie eine speziell für Diamantdraht umgerüstete Säge im Hause vorhanden. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Grundlagenforschung des Sägeprozesses sowie Vergleich der beiden Technologien. Durch prozessbegleitende Messtechnik sowie prozessnachbereitende Charakterisierung des Schnittergebnisses wird das Zusammenspiel wichtiger Parameter identifiziert und hinsichtlich kundenspezifischer Ziele optimiert. Neben der Optimierung des Prozesses steht auch die Entwicklung neuer, speziell auf das Drahtsägen abgestimmter Verbrauchsstoffe wie z.B. Schleifmittel, Trägermedien sowie Sägedrähte für Slurry- und Diamantdrahtsägen im Blickfeld. Aber auch Hilfsstoffe bei vor- und nachgelagerten Prozessschritten wie dem Kleben der Ingots sowie dem Reinigen der Wafer können auf ihre Eignung hin untersucht werden.

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