Fachkräfte

IU: Weltweit größte Analyse zur Nutzung von KI-Lernassistenten an Hochschulen

31. Juli 2026. Wie nutzen Studierende KI-Lernassistenten tatsächlich? Eine neue Forschungsarbeit der IU Internationalen Hochschule liefert darauf erstmals belastbare Antworten. Für die Studie „Using AI-based Learning Assistants in Higher Education: A Large-Scale Descriptive Analysis“ analysierte das Forschungsteam um Prof. Dr.-Ing. Kristina Schaaff, Dr. Valerie Hekkel und Quintus Stierstorfer anonymisierte Nutzungsdaten von rund 77.000 IU-Fernstudierenden, die den Learning Companion Syntea zum Forschungszeitpunkt nutzten. Damit handelt es sich um die bislang weltweit größte empirische Analyse zur tatsächlichen Nutzung eines dedizierten KI-Lernassistenten im Hochschulkontext. Aktuell steht Syntea mehr als 80.000 Fernstudierenden der IU Internationalen Hochschule sowie ca. 5.000 Lernenden an der IU Akademie zur Verfügung.

Diesen Beitrag teilen
Symbolbild Studium digital. Foto: Unsplash

Kontakt

Silicon Saxony

Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Manfred-von-Ardenne-Ring 20 F

Telefon: +49 351 8925 886

redaktion@silicon-saxony.de

Anders als bisherige Forschung, die überwiegend auf Befragungen und Selbstauskünften basieren, untersuchte die Forschungsarbeit das tatsächliche Nutzungsverhalten von Studierenden.

„Bisherige Forschung zu KI-Lernassistenten stützte sich überwiegend auf kleinere Befragungen. Unsere Arbeit zeigt erstmals anhand realer Nutzungsdaten, wie Studierende eine Lern-KI wie Syntea tatsächlich einsetzen. Damit schaffen wir eine fundierte empirische Grundlage für die Weiterentwicklung KI-gestützter Lernassistenten und leisten zugleich einen wichtigen Forschungsbeitrag zum Einsatz von KI in der Hochschulbildung“, erklärt Autorin Prof. Dr.-Ing. Kristina Schaaff, Professorin für Digitale Transformation mit Schwerpunkt AI an der IU Internationalen Hochschule.

Analyse zeigt: KI-Nutzung folgt dem Studienrhythmus

Die Analyse lieferte unter anderem folgende Erkenntnisse:

  • Syntea wird breit genutzt: Rund 58 Prozent der in der Studie betrachteten Studierenden nutzten Syntea innerhalb des Beobachtungszeitraums.
  • Die Nutzung von Syntea folgt den unterschiedlichen Studien- und Lebensrealitäten der Studierenden: Während die meisten Interaktionen werktags tagsüber stattfinden, greifen Teilzeitstudierende häufiger auch außerhalb regulärer Arbeitszeiten, insbesondere abends und am Wochenende, auf den KI-Lernassistenten zurück.
  • Studierende aller Altersgruppen setzen den KI-Lernassistenten ein: Während rund 64 Prozent der Generation Z (Jahrgänge 1997–2012) Syntea nutzen, liegt der Anteil bei der Generation X (1965–1980) bei rund 50 Prozent und bei den Babyboomern (1946–1964) noch bei 38 Prozent.
  • Frauen nutzen Syntea etwas häufiger als Männer (59 gegenüber 55 Prozent).
  • Besonders intensiv wird Syntea in den Fächergruppen „Psychologie & Education“ sowie „Marketing & Communication“ genutzt.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich KI-gestütztes Lernen nicht losgelöst vom Studienalltag vollzieht, sondern sich an den individuellen Lebensrealitäten der Studierenden orientiert. So nutzen Teilzeitstudierende Syntea häufiger abends und am Wochenende, während Vollzeitstudierende den KI-Lernassistenten überwiegend werktags tagsüber einsetzen.

„Die Ergebnisse belegen eindeutig, dass KI-gestütztes Lernen an der IU längst Teil des Studienalltags geworden ist. Besonders spannend ist, dass einige Befunde unseren ursprünglichen Annahmen widersprechen – etwa die hohe Nutzung auch durch ältere Studierende. Solche Erkenntnisse lassen sich nur durch die Analyse realer Nutzungsdaten gewinnen und helfen uns, Syntea gezielt weiterzuentwickeln“, sagt Quintus Stierstorfer, Senior Director AI Product, Erfinder von Syntea und Co-Autor der Studie.

Erkenntnisse fließen in Syntea-Weiterentwicklung ein

Für die IU sind Studienergebnisse wie diese zugleich ein konkreter Entwicklungsauftrag. Syntea wird auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, realer Nutzungsdaten sowie des Feedbacks der Studierenden kontinuierlich weiterentwickelt.

Künftig soll Syntea, das vor Kurzem vom KI-Assistenten zum Learning Companion weiterentwickelt wurde, multimodale Funktionen insbesondere für visuell geprägte Studiengänge erhalten und Studierende noch individueller begleiten. Neben der Berücksichtigung unterschiedlicher Lebensrealitäten setzt Syntea künftig verstärkt auf personalisierte Lerndialoge, die sich an den individuellen Karrierezielen- und Interessen orientieren, um so den Praxisbezug des Studiums zu stärken. Begleitende Forschung 1 zeigt, dass dieser Ansatz sowohl die Zufriedenheit als auch das Engagement der Studierenden steigern kann.

Über die Studie

Die Studie „Using AI-based Learning Assistants in Higher Education: A Large-Scale Descriptive Analysis“ wurde im Rahmen der Konferenz „AIET 2026 (Artificial Intelligence in Education Technologies)” vorgestellt, die vom 29. bis 31. Juli 2026 in Zagreb, Kroatien, stattfand (https://www.aiet.org/).

Die Autor:innen sind Prof. Dr.-Ing. Kristina Schaaff, Dr. Valerie Hekkel und Quintus Stierstorfer von der IU Internationalen Hochschule. Grundlage der Studie sind anonymisierte Log-Daten von über 77.000 Fernstudierenden (bereinigt: 76.000), die im Februar 2025 in Bachelor- oder Masterstudiengängen im Fernstudium an der IU eingeschrieben waren.

Die vollständige Studie ist bei ArXiv kostenlos abrufbar: https://arxiv.org/pdf/2607.08748 
Außerdem wird die Studie bei Springer Professional veröffentlicht.

Über Syntea

Syntea ist der KI-gestützte Learning Companion der IU Internationalen Hochschule. Er begleitet Studierende während ihres gesamten Studiums und unterstützt sie dabei, Lerninhalte besser zu verstehen, Prüfungen vorzubereiten und ihre individuellen Lernziele zu erreichen. Der Learning Companion beantwortet fachliche Fragen, erklärt komplexe Inhalte, unterstützt bei der Lernorganisation und bietet personalisierte Prüfungsvorbereitung. Durch individuelles Feedback und auf die persönlichen Lernziele abgestimmte Unterstützung fördert Syntea selbstgesteuertes und flexibles Lernen. Die aktuelle Version wird von den Studierenden durchschnittlich viermal länger genutzt als die Vorgängerversion und wurde im Dezember 2025 mit dem Gold Award der QS Reimagine Education Awards ausgezeichnet.

Weitere Informationen unter: https://www.iu.de/syntea/

1 https://doi.org/10.48550/arXiv.2508.04070 Mehlan, R., Hess, C., Stierstorfer, Q., Schaaff, K. (2026). Personalized Knowledge Transfer Through Generative AI: Contextualizing Learning to Individual Career Goals. In: Schlippe, T., Cheng, E.C.K., Wang, T. (eds) Artificial Intelligence in Education Technologies: New Development and Innovative Practices. AIET 2025. Lecture Notes on Data Engineering and Communications Technologies, vol 279. Springer, Singapore. https://doi.org/10.1007/978-981-95-4423-3_5 

ÜBER DIE IU INTERNATIONALE HOCHSCHULE

Mit rund 130.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) Deutschlands größte Hochschule. Die private, staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Sitz in Erfurt nahm im Jahr 2000 ihren Lehrbetrieb auf und ist heute an 37 Standorten vertreten. Die IU steht für maximale Flexibilität im Studium: ob dual, im Fernstudium oder am Campus – Studierende aus über 160 Nationen gestalten ihren Bildungsweg individuell je nach persönlicher Lebenssituation. Mit mehr als 200 Studienprogrammen im Bachelor-, Master- und MBA-Bereich vermittelt die IU praxisnahe Kompetenzen. Innovative Lernkonzepte fördern gezielte Zukunftsfähigkeiten für eine zunehmend KI-geprägte Arbeitswelt. Eine moderne, digital gestützte Lernumgebung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichen effektives, personalisiertes Lernen. Als Vorreiterin in diesem Bereich hat die IU mit „Syntea“ einen eigenen digitalen Lernbegleiter entwickelt, der seit 2023 im Einsatz ist. Ein Netzwerk von über 15.000 Unternehmen – darunter Motel One, Vodafone, die AWO und die Deutsche Bahn – macht die IU zu einem starken Partner in der Ausbildung von Fachkräften und verbindet akademische Lehre konsequent mit der Praxis. 

– – – – –

Weiterführende Links

👉 www.iu.de  

Foto: unsplash

Das könnte Sie ebenfalls interessieren

Kontakt

Silicon Saxony

Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Manfred-von-Ardenne-Ring 20 F

Telefon: +49 351 8925 886

redaktion@silicon-saxony.de