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HZDR: HZDR zeichnet Sachsens engagierteste Lehrkräfte aus

Lehrkräftepreis würdigt innovative MINT-Bildung / Karsten Beuche erhält ersten Preis

Der Vorstand des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und der Sächsische Kultusminister Conrad Clemens haben am Donnerstag, 1. April 2026, den HZDR-Lehrkräftepreis 2026 überreicht. Mit der Auszeichnung würdigt das Forschungszentrum Lehrkräfte aus ganz Sachsen für herausragende MINT-Bildungsarbeit. Den ersten Preis nahm Karsten Beuche vom Martin-Rinckart-Gymnasium Eilenburg entgegen. Er entwickelte mehrere digitale Lernplattformen und engagiert sich in außergewöhnlicher Weise für moderne naturwissenschaftliche Bildung innerhalb und außerhalb der Schule.

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Von links nach rechts: Dr. Matthias Streller, Prof. Sebastian M. Schmidt, Dr. Diana Stiller, Conrad Clemens, Jan Steinert, Sven Geißler (in Vertretung für Andreas Richter/Freie Werkschule Meißen), Karsten Beuche, Dr. Christian Feller, Daniela Jawinski, Dr. Florian Simon, Jens Baumann und Sylvia Risse. Bild: HZDR

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Der in 2022 gegründete HZDR-Lehrkräftepreis erfreut sich auch in der dritten Auflage großer Beliebtheit:

Insgesamt gingen 40 Nominierungen von sächsischen Schulen ein. Aus den eingereichten Vorschlägen sticht das Engagement von Karsten Beuche besonders heraus: Seit vielen Jahren setzt er sich mit großer Leidenschaft für die Vermittlung von Informatik und Physik ein. Bereits in den 1990er-Jahren gründete er gemeinsam mit seiner Frau, ebenfalls Mathematik- und Physiklehrerin, die bundesweit genutzte Web-Plattform „Pittys Physik“, die mehr als 1.300 überwiegend selbst entwickelte Aufgaben umfasst.

Beuche zählt außerdem zu den führenden Experten in Sachsen für den Einsatz des „Calliope Mini“ im Unterricht, wie die Jury betont. So entwickelte er einen eigenen Lehrplan für das Lernen mit dem Mikrocontroller im Technik- und Computerunterricht der fünften Klassen. Ein weiteres Beispiel für sein Engagement ist die „AG Roberta“, ein MINT-Angebot speziell für Mädchen, in dem Schülerinnen Roboter programmieren und regelmäßig erfolgreich am internationalen Roboterwettbewerb „World Robot Olympiad“ teilnehmen.

Zweiter und dritter Preis an Schulen in Meißen und Aue

Der zweite Preis geht an Dr. Christian Feller vom Landesgymnasium Sankt Afra Meißen für den Aufbau eines Biologielabors und sein Projekt „Mathe trifft Musik“. Über den dritten Preis freut sich Jens Baumann, der am Beruflichen Schulzentrum „Erdmann Kircheis“ in Aue die Schulentwicklung im Bereich digitaler Fertigung und Zertifizierung für Ausbildung auf Industrieniveau 4.0 vorantreibt. Darüber hinaus verlieh das HZDR Sonderpreise für besonderes Engagement an Sylvia Risse (Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium Döbeln), Jan Steinert (Evangelische Oberschule Burkhardtsdorf) und Dr. Florian Simon (Gymnasium Dresden-Plauen). Mit dem Sonderpreis Lebenswerk wurden Daniela Jawinski (Evangelische Mittelschule Oßling) und Andreas Richter (Freie Werkschule Meißen) geehrt.

„Als Schülerlabor des HZDR leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses“, sagt DeltaX-Leiter Dr. Matthias Streller. „Wir erleben jeden Tag, wie entscheidend engagierte Lehrkräfte dafür sind. Der Preis ist unsere Anerkennung für ihre unverzichtbare Rolle. Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen alle eindrucksvoll, wie viel sie mit ihrem Einsatz für die naturwissenschaftliche Bildung bei jungen Menschen bewirken können.“

Der Sächsische Staatsminister für Kultus, Conrad Clemens, unter dessen Schirmherrschaft der HZDR-Lehrkräftepreis steht, ergänzt: „Gerade in den MINT-Fächern entscheiden oft unsere Lehrkräfte darüber, ob aus Neugier echte Begeisterung für Wissenschaft wird. Viele der ausgezeichneten Projekte zeigen: Unterricht endet nicht mit dem Klingeln – er lebt von Neugier, Kreativität und zusätzlichem Engagement. Kooperationen zwischen Schulen und Forschungseinrichtungen wie dem HZDR zeigen, wie lebendig Wissenschaft sein kann und wie gut schulisches und außerschulisches Lernen Hand in Hand gehen. Damit fördern wir die Problemlösefähigkeit und das wissenschaftliche Denken unserer Schülerinnen und Schüler. MINT-Bildung ist Zukunftsbildung. Viele Lehrkräfte leisten hier Herausragendes oft abseits der öffentlichen Wahrnehmung. Ich freue mich, dass wir ihr Engagement mit diesem Preis sichtbar machen und gratuliere den Ausgezeichneten herzlich.“

Alle Preisträger*innen wurden durch eine Fachjury ausgewählt:

• Prof. Willy Xylander – Professor für Spezielle Zoologie, TU Dresden

• Prof. Gesche Pospiech – Professorin für Didaktik der Physik, TU Dresden

• Katrin Beyer – Landesamt für Schule und Bildung, Standort Radebeul

• Dr. Matthias Streller und Nadja Gneist vom Schülerlabor DeltaX am HZDR

Über den HZDR-Lehrkräftepreis

Der Preis richtet sich an alle Lehrkräfte in den Fächern Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (MINT) der weiterführenden Schularten in Sachsen. Ausgezeichnet werden Lehrkräfte, denen es durch ihren überdurchschnittlichen Einsatz gelingt, bei Kindern und Jugendlichen Begeisterung für Themen aus Wissenschaft und Forschung zu wecken. Die Jury berücksichtigt zum Beispiel vielfältige oder innovative Projekte innerhalb und außerhalb des Unterrichts, die Einbindung besonderer Unterrichtsmethoden sowie kontinuierliche und engagierte Bildungsarbeit.

Für die Stiftung der Preise im Wert von insgesamt über 3.500 Euro dankt das HZDR den Unternehmen NTT DATA Business Solutions, GlobalFoundries, und ROTOP Pharmaka.

Weitere Informationen:

Dr. Matthias Streller

Leiter Schülerlabor DeltaX am HZDR

E-Mail: m.streller@hzdr.de | Tel.: +49 351 260 3496

Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) forscht auf den Gebieten Energie, Gesundheit und Materie. Folgende Fragestellungen stehen hierbei im Fokus:

• Wie nutzt man Energie und Ressourcen effizient, sicher und nachhaltig?

• Wie können Krebserkrankungen besser visualisiert, charakterisiert und wirksam behandelt werden?

• Wie verhalten sich Materie und Materialien unter dem Einfluss hoher Felder und in kleinsten Dimensionen?

Das HZDR entwickelt und betreibt große Infrastrukturen, die auch von externen Messgästen genutzt werden: Ionenstrahlzentrum, Hochfeld-Magnetlabor Dresden und ELBE-Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen.

Es ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, hat sechs Standorte (Dresden, Freiberg, Görlitz, Grenoble, Leipzig, Schenefeld bei Hamburg) und beschäftigt fast 1.500 Mitarbeiter*innen – davon etwa 700 Wissenschaftler*innen inklusive 200 Doktorand*innen.

Beste Grüße

Till Bayer

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