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EU Kommission: EU und Australien schließen Freihandelsabkommen und gründen Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft

24. März 2026. Die EU und Australien haben ihre Verhandlungen über ein ehrgeiziges Freihandelsabkommen (FTA) abgeschlossen. Zudem gaben sie die Gründung eine Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft bekannt.

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Die EU und Australien haben ihre Verhandlungen über ein ehrgeiziges Freihandelsabkommen (FTA) abgeschlossen. Zudem gaben sie die Gründung eine Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft bekannt. Beide Seiten vereinbarten außerdem, förmliche Verhandlungen über die Assoziierung Australiens mit „Horizon Europe“, dem weltweit größten Programm für Forschung und Innovation, aufzunehmen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte die Stärkung der bilateralen Beziehungen: „Die EU und Australien mögen geografisch weit voneinander entfernt sein, aber wir könnten in Bezug auf die Art und Weise, wie wir die Welt sehen, nicht näher sein. Mit diesen dynamischen neuen Partnerschaften in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung sowie Handel rücken wir noch enger zusammen. Diese Abkommen schaffen dauerhafte, vertrauensvolle Strukturen, um Frieden und Sicherheit durch Stärke zu unterstützen, Wohlstand durch regelbasierten Handel zu fördern und gemeinsam globale Institutionen zu unterstützen. Wir setzen uns für den Aufbau einer saubereren, digitaleren Zukunft für unsere Bürgerinnen und Bürger, Arbeitnehmer und Unternehmen ein. Und wir senden ein starkes Signal an den Rest der Welt, dass Freundschaft und Zusammenarbeit in Zeiten von Turbulenzen am wichtigsten sind.“

Partnerschaft für Sicherheit und Verteidigung

Die Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft (SDP) wird einen robusten institutionellen Rahmen schaffen:

  • Sicherheits- und Verteidigungsdialoge werden eine engere Abstimmung über strategische Prioritäten ermöglichen und gemeinsame Werte und Interessen in praktische Zusammenarbeit umsetzen;
  • Stärkung der Zusammenarbeit bei der Krisenbewältigung sowie bei Missionen und Operationen im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, einschließlich Übungen, Ausbildung und Schulung;
  • Verbesserung der Zusammenarbeit in den Bereichen maritime Sicherheit, Cybersicherheit, Bekämpfung hybrider Bedrohungen sowie ausländischer Informationsmanipulation und Einmischung;
  • Förderung einer engen Koordinierung bei neuen und disruptiven Technologien, einschließlich künstlicher Intelligenz, sowie in den Bereichen Weltraumsicherheit, Nichtverbreitung und Abrüstung;
  • Intensivierung des Austauschs über Lageerfassung in verschiedenen Regionen;
  • Unterstützung des Kapazitätsaufbaus bei Partnern, auch im indopazifischen Raum, und Stärkung der Koordinierung in multilateralen und regionalen Foren; und
  • Vertiefung der Zusammenarbeit als Reaktion auf sich wandelnde sicherheitspolitische Herausforderungen durch einen flexiblen und zukunftsorientierten Ansatz.

Ein ausgewogenes und ehrgeiziges Freihandelsabkommen

Mit dem Abschluss der Verhandlungen über ein ehrgeiziges und ausgewogenes Freihandelsabkommen (FTA) öffnet die EU den Markt für eine der am schnellsten wachsenden Industrienationen der Welt und eröffnet damit europäischen Unternehmen, Verbrauchern und Landwirten erhebliche wirtschaftliche Chancen.

Es wird erwartet, dass die EU-Exporte in den nächsten zehn Jahren um bis zu 33 Prozent wachsen werden, wobei der Ausfuhrwert jährlich bis zu 17,7 Milliarden Euro erreichen könnte. Zu den Schlüsselbranchen mit starkem Wachstumspotenzial zählen Milchprodukte (voraussichtlich um bis zu 48 Prozent), Kraftfahrzeuge (52 Prozent) und Chemikalien (20 Prozent). Die Investitionen der EU in Australien könnten um über 87 Prozent steigen.

Mit diesem Abkommen stärkt die EU zudem ihre strategischen Interessen im Bereich der kritischen Rohstoffe und macht die Lieferketten der EU widerstandsfähiger gegenüber geopolitischen Schocks. Das Freihandelsabkommen enthält zudem starke Nachhaltigkeitsverpflichtungen, die zu einem umweltfreundlicheren und faireren Handel beitragen und sicherstellen, dass die Einfuhren in die EU stärker an den EU-eigenen Produktionsstandards in den Bereichen Klima, Umwelt und Tierschutz ausgerichtet sind.

Nach den kürzlich abgeschlossenen Abkommen mit Indonesien und Indien diversifiziert dieses Abkommen das Netzwerk der EU-Handelspartner in der strategisch wichtigen indopazifischen Region weiter und stärkt Europas Position auf der globalen Bühne.

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Hintergrund

Der endgültige Text des Freihandelsabkommens wurde bei einem Treffen von Kommissionspräsidentin von der Leyen und dem australischen Premierminister Anthony Albanese in Canberra vereinbart.

Die Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft (SDP) wurde am 18. März 2026 virtuell von der Hohen Vertreterin der EU, Kaja Kallas, sowie dem australischen Vizepremierminister und Verteidigungsminister Richard Donald Marles und der Außenministerin Penny Wong unterzeichnet.

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Weiterführende Infos

👉 Vollständige Pressemitteilung

👉 Erklärung von Präsidentin von der Leyen auf der gemeinsamen Pressekonferenz

👉 Gemeinsame Erklärung

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