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BW Water: Warum Wasser- oder Abwasseraufbereitungssysteme so konzipiert und entwickelt wurden

2. Februar 2026. In diesem Artikel listen wir einige Kompromisse auf, die Entscheidungsträger in Betracht ziehen, und erklären, warum das Wasser- oder Abwasseraufbereitungssystem so konzipiert und entwickelt wurde, wie es ist, oder vielleicht einen der vielen Gründe, warum neue vielversprechende Wassertechnologien oft zugunsten bewährter traditioneller Systeme übersehen werden.

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Symbolbild Wasser- und Abwasserbehandlung. Foto: pixabay

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Reduzierung von Chemikalien vs. Bekämpfung von Krankheitserregern

Eines der häufigsten Nachhaltigkeitsziele ist die Reduzierung des Chemikalieneinsatzes. Aus ökologischer und betrieblicher Sicht ist dies sinnvoll, da weniger Chemikalien transportiert und gehandhabt werden müssen, weniger Nebenprodukte anfallen und die Betriebskosten sinken.

Allerdings spielen Chemikalien wie Desinfektionsmittel eine wichtige Rolle bei der Verhinderung von Algen- oder Mikrobenwachstum und der Bekämpfung von Biofilmen in Rohren und Tanks, wobei die Dosierung je nach Wasserqualität variiert. Eine zu aggressive Reduzierung des Chemikalieneinsatzes birgt zusätzliche Risiken.

Energieeffizienz vs. robuste Aufbereitung

Der Energieverbrauch ist ein wichtiger Schwerpunkt bei der Wasseraufbereitung und der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Einige Energiesparmaßnahmen können die Betriebskosten und Emissionen erheblich senken, aber sie können auch die Pufferkapazität des Systems gegenüber Stoßbelastungen, variablen industriellen Wasserverunreinigungen und saisonalen Schwankungen verringern.

Ohne Pufferkapazität kann die Wiederherstellung des Systems langsam verlaufen, was sich auf den Betrieb und die Wartungsabläufe auswirkt.

Wasserwiederverwendung vs. öffentliches Vertrauen

Die Wiederverwendung von Wasser wird oft als Gewinn für die Nachhaltigkeit angesehen, aber selbst wenn die Risiken beherrscht werden, spielt die öffentliche Wahrnehmung eine entscheidende Rolle. Es bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich bestimmter Schadstoffe und Wirkstoffe, die möglicherweise nicht im Labor überwacht werden, aber zu langfristigen Expositionsrisiken beitragen können. Die Einbindung der Öffentlichkeit ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass aufbereitetes Abwasser als Wasserquelle akzeptiert wird.

Naturbasierte Lösungen vs. Vorhersehbarkeit

Naturbasierte Aufbereitungssysteme wie Feuchtgebiete bieten klare Nachhaltigkeitsvorteile, aber diese Systeme können empfindlich auf saisonale Veränderungen reagieren und sind möglicherweise nicht in der Lage, extreme Wetterereignisse zu bewältigen. Diese Unvorhersehbarkeit führt zu Risiken, die sich auf die Einhaltung der Wasserqualitätsstandards auswirken. In vielen Fällen sind solche Systeme auf zusätzliche Wasseraufbereitungskapazitäten angewiesen, die weiter flussabwärts geplant sind.

Kompromisse stillschweigend eingehen

Ingenieure, Versorgungsunternehmen und Anlagenbesitzer stehen regelmäßig vor Entscheidungen wie diesen:

  • Einen weiteren Behandlungsschritt aus Sicherheitsgründen hinzufügen und damit einen höheren Energieverbrauch in Kauf nehmen.
  • Konservativ planen und die Grundfläche optimieren und damit einen geringeren Puffer für Schwankungen der Wasserquelle in Kauf nehmen.
  • Resilienz priorisieren oder Effizienzziele erreichen.
  • Abhängigkeit von Algorithmen und Automatisierung oder von menschlichen Bedienern.

Letztendlich sind Versäumnisse im Bereich der öffentlichen Gesundheit unmittelbar und sichtbar, während Mängel in der Nachhaltigkeit kumulativ und weniger offensichtlich sind. Glauben Sie, dass dieses Ungleichgewicht die Entscheidungsfindung beeinflusst?

Praktische Nachhaltigkeit

Bei der Wasseraufbereitung geht es bei echter Nachhaltigkeit nicht darum, auf dem Papier möglichst niedrige Zahlen zu erreichen. Es geht darum, Umweltziele mit Zuverlässigkeit, Sicherheit und Erschwinglichkeit über den gesamten Lebenszyklus des Systems hinweg in Einklang zu bringen.

Hier ist ein praktischer, ingenieurtechnischer Ansatz unerlässlich. In vielen Fällen liefern einfachere, gut konzipierte Systeme bessere Ergebnisse – wirtschaftlich, ökologisch und betrieblich.

Die nachhaltigsten Wassersysteme sehen auf dem Papier vielleicht nicht immer besonders beeindruckend aus – aber sie sind es, die still und leise Gemeinden, Industrien und die Umwelt schützen. 

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Weiterführende Links

👉 https://bw-water.com  

Foto: pixabay

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