Software

SweepMe!: Warteliste für Autonomous Instrument Control geöffnet

Die Dresdner SweepMe! GmbH öffnet die Warteliste für Autonomous Instrument Control, eine neue Funktion ihrer gleichnamigen Software für Messautomatisierung. Damit bedient ein KI-Agent reale Messgeräte in einer laufenden Sitzung: Er sendet Befehle, liest die Messwerte zurück und entscheidet anhand des letzten Ergebnisses, was als Nächstes gemessen wird.

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Mit Autonomous Instrument Control bedient ein KI-Agent den Messplatz direkt, innerhalb der in SweepMe! festgelegten Grenzen (illustratives Beispiel). Grafik: SweepMe! GmbH

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SweepMe! GmbH

Bienertstraße 18
01187 Dresden

+49 351-41882423

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contact@sweep-me.net

Ansprechpartner

Dr. Axel Fischer

Dr. Axel Fischer

Viele KI-Werkzeuge schreiben ein Skript, das später jemand ausführt. Autonomous Instrument Control führt die Messung selbst aus. Die Verbindungen zu den Messgeräten bleiben während der gesamten Sitzung offen, und der Agent arbeitet sich in einer Schleife aus Hypothese, Versuch, Fehler und neuem Versuch voran, bis etwas funktioniert. Jeder Befehl und jeder Messwert wird dabei protokolliert.

Ein Beispiel: Der Agent erhält die Anweisung, eine neue Platine einzuschalten und alle Versorgungsspannungen zu prüfen. Er schaltet das Netzteil ein, misst die Spannungen mit dem Multimeter, zeichnet die Welligkeit mit dem Oszilloskop auf und entscheidet anhand der Werte, wo er weitersucht.

SweepMe! bleibt der Host

Der Agent kommuniziert mit dem Messplatz über MCP, das Model Context Protocol, ein offenes Protokoll zur Anbindung von KI-Modellen an Werkzeuge und Datenquellen. SweepMe! ist dabei der Host: Die Software verwaltet Treiber, Ports, Ordner und Sicherheitsregeln und stellt dem verbundenen KI-Agenten einen klar begrenzten und beschriebenen Ausschnitt des Messplatzes bereit.

Damit begegnet SweepMe! der naheliegenden Sorge, dass ein KI-Modell am Messplatz den Prüfling beschädigen könnte. Grenzwerte, erlaubte Bereiche und zulässige Aktionen werden in SweepMe! festgelegt, nicht in einem Prompt, und der Agent arbeitet innerhalb dieser Grenzen. Über die Treiberbibliothek von SweepMe! mit mehr als 300 Messgeräten sind viele Geräte einfach und zuverlässig zu integrieren. Weil jede Sitzung protokolliert wird, lässt sich ein KI-gesteuertes Experiment prüfen, übergeben und wiederholen. Die KI erzeugt auf Wunsch Zusammenfassungen, Plot und Illustrationen der Ergebnisse.

Für Inbetriebnahme und Fehlersuche

Gedacht ist die Funktion für die Inbetriebnahme und Fehlersuche von Hardware, vom ASIC über die Platine bis zu jedem anderen Prüfling (Device under Test, DUT). Sie kommt überall dort ins Spiel, wo der nächste Schritt vom letzten Messergebnis abhängt: beim ersten Einschalten einer neuen Schaltung, bei der Suche nach einem Fehler über mehrere Messgeräte hinweg oder beim Erkunden eines unbekannten Parameterraums, bevor es ein festes Messverfahren gibt.

Autonom heißt dabei nicht unbeaufsichtigt. Der Agent übernimmt die zeitraubende Schleife aus Versuch und Irrtum. Die Kontrolle und die abschließende Interpretation der Ergebnisse bleiben beim Menschen am Messplatz.

Autonomous Instrument Control ergänzt den Sequencer von SweepMe! und ersetzt ihn nicht. Der Sequencer bleibt das Werkzeug für definierte Abläufe, die reproduzierbar laufen sollen. Die neue Funktion richtet sich an alle, die sich Schritt für Schritt, Befehl für Befehl an eine Aufgabe herantasten. Was sich dabei bewährt, lässt sich anschließend als Setting sichern und beliebig oft ausführen.

„Wir haben SweepMe! immer als offene Plattform verstanden, die Messgeräte unterschiedlicher Hersteller zusammenbringt“, sagt Dr. Axel Fischer, Gründer und Geschäftsführer der SweepMe! GmbH. „Mit Autonomous Instrument Control öffnen wir diese Plattform für KI-Agenten, ohne die Sicherheit und Reproduzierbarkeit aufzugeben, auf die sich unsere Nutzerinnen und Nutzer im Labor verlassen. Jetzt suchen wir Labore und Entwicklungsteams, die die Funktion früh an ihrem eigenen Messplatz ausprobieren möchten.“

Warteliste für eine kleine erste Testgruppe

SweepMe! öffnet Autonomous Instrument Control für eine kleine erste Testgruppe. Wer sich auf der Warteliste einträgt, hört von SweepMe!, bevor die Funktion öffentlich verfügbar ist.

Zur Warteliste: https://sweep-me.net/pricing/ai-instrument-control

Über SweepMe!

Die SweepMe! GmbH mit Sitz in Dresden ist eine Ausgründung aus dem Institut für Angewandte Physik der TU Dresden. Mit ihrer Software SweepMe! entstehen Messabläufe per Drag-and-drop aus Modulen in einem baumartigen Sequencer, für Standardaufgaben ohne Programmierung. Über eine offene Python-Treiberschnittstelle lässt sich jedes Messgerät einbinden, und die Treiber werden mit allen Nutzenden geteilt. Mehr als 300 Messgeräte sind sofort einsatzbereit, angebunden über GPIB, USB, Ethernet, COM und weitere Schnittstellen. SweepMe! wird von mehr als 100 Unternehmen und Forschungseinrichtungen eingesetzt.

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