Internationale Studierende bringen wertvolle fachliche Kompetenzen, internationale Perspektiven und eine hohe Motivation mit. Dennoch gelingt ihnen der Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt nur schwer. Die Gründe dafür liegen selten in fehlender Qualifikation, sondern vielmehr in strukturellen und kommunikativen Hürden.
Sprachliche Anforderungen spielen dabei eine zentrale Rolle. Auch wenn viele Studierende fachlich auf hohem Niveau arbeiten, wird im Bewerbungsprozess häufig ein sehr hohes Deutschniveau erwartet – selbst in IT-Berufen, in denen Englisch im Arbeitsalltag ausreichend wäre. Hinzu kommen unterschiedliche kulturelle Prägungen im Bewerbungsprozess: Erwartungen an Selbstpräsentation, Kommunikation oder Auftreten sind für internationale Studierende nicht immer transparent, während Unternehmen diese Unterschiede oft nicht bewusst wahrnehmen.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist der fehlende Zugang zur beruflichen Praxis in Deutschland. Ohne erste Arbeitserfahrungen – etwa durch Praktika oder Werkstudierendentätigkeiten – ist der Einstieg schwierig. Gleichzeitig sind genau diese Formate oft die Voraussetzung, um überhaupt eine Chance zu erhalten. So entsteht ein klassisches Henne-Ei-Problem. Hinzu kommt, dass internationale Studierende in der Regel über kleinere berufliche Netzwerke verfügen und damit seltener von informellen Zugängen zu offenen Stellen profitieren.
Was fehlt, sind vor allem unkomplizierte Gelegenheiten, um sich kennenzulernen, Erwartungen abzugleichen und Kompetenzen realistisch einschätzen zu können – ohne Entscheidungsdruck auf beiden Seiten. Genau hier setzt das Online-Format „Talent meets Tech“ der SRH University an. Das Format schafft einen Raum für persönlichen Austausch, ermöglicht Unternehmen einen einfachen Einstieg in das Thema internationale IT-Talente und gibt Studierenden die Chance, ihre Kompetenzen zu präsentieren.
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