Unternehmertum

QuantumDiamonds: QD erhält Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für herausragende Leistungen bei der Umsetzung modernster Physik in industrielle Anwendungen

München, 8. November 2025. Die QuantumDiamonds GmbH wurde neben der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Technischen Universität München (TUM) und dem Munich Quantum Valley e.V. (MQV) mit dem Technologietransferpreis 2026 der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) ausgezeichnet. Der Preis wird am 13. März 2026 in Dresden verliehen.

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Die Werkzeuge des Unternehmens lesen Magnetfelder optisch aus und erkennen Fehler ultraschnell und zerstörungsfrei. (BILD: QuantumDiamonds GmbH)

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Die QuantumDiamonds GmbH wurde neben der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Technischen Universität München (TUM) und dem Munich Quantum Valley e.V. (MQV) mit dem Technologietransferpreis 2026 der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) ausgezeichnet. Der Preis würdigt den erfolgreichen Transfer von Spitzenforschung im Bereich der Quantensensorik in eine schnelle, hochauflösende Diagnoseplattform, die heute in der fortschrittlichen Halbleiterfehleranalyse eingesetzt wird.

Der Grundstein für diese Leistung wurde an der TUM gelegt, wo Prof. Dr. Dominik Bucher und seine Forschungsgruppe Schlüsseltechniken für die Weitfeld-Magnetbildgebung unter Verwendung von Stickstoff-Vakanz-Zentren (NV-Zentren) in Diamanten entwickelten. Diese Quantendefekte ermöglichen präzise Magnetfeldmessungen bei Raumtemperatur mit einer räumlichen Auflösung im Submikrometerbereich. Während seiner Promotion bei Bucher spielte Dr. Fleming Bruckmaier, heute CTO und Mitbegründer von QD, eine zentrale Rolle beim Aufbau der experimentellen Infrastruktur und der Bildgebungsfähigkeiten des Labors.

Motiviert durch das wissenschaftliche Potenzial dieser Arbeit, untersuchten Bucher und Bruckmaier die industrielle Relevanz über den akademischen Rahmen hinaus. Mit der frühen Unterstützung von Munich Quantum Valley e.V. nahmen sie Kontakt zu wichtigen Akteuren der Halbleiterbranche auf, darunter Infineon Technologies mit Sitz in München, um die Marktbedürfnisse besser zu verstehen. Diese Gespräche ergaben eine klare Chance im Bereich der Fehleranalyse (FA), wo bestehende Techniken mit Auflösung, Invasivität oder Geschwindigkeit zu kämpfen haben.

Ende 2022 gründeten Bruckmaier und Kevin Berghoff gemeinsam QD, um die Technologie aus dem Labor in die Fertigung zu bringen. Innerhalb nur eines Jahres reduzierte das Team die Erfassungszeiten für die magnetische Bildgebung um mehr als 95 % und verwandelte die Plattform von einem empfindlichen Forschungsaufbau in ein industrietaugliches System, das in der Lage ist, dicht gepackte Chiparchitekturen zu untersuchen.

Heute bietet QD eine leistungsstarke, nicht-invasive Bildgebungslösung für die Stromdichtekartierung in modernen Halbleiterbauelementen, darunter 3D-gestapelte Chips und heterogen integrierte Systeme. Das Unternehmen arbeitet mittlerweile mit mehreren weltweit führenden Chipherstellern zusammen.

Der DPG-Preis unterstreicht nicht nur die wissenschaftliche Innovation hinter der Technologie von QD, sondern auch die Stärke des kooperativen Ökosystems, das dies ermöglicht hat. Von der Pionierforschung an der TUM bis zur Kommerzialisierung durch MQV-unterstützte Innovationspfade veranschaulicht diese Geschichte die Rolle der Synergie zwischen Wissenschaft und Industrie bei der Förderung der europäischen Führungsrolle im Bereich Deep Tech.

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Weiterführende Links

👉 Zur Originalmeldung (ENG)

👉 www.qd-st.com 

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