Software

BTU: Software-Konflikte bereits während der Entwicklung vermeiden

17. Februar 2026. Konflikte sind in der Softwareentwicklung Alltag, etwa wenn Teams gemeinsam an einem System arbeiten. Ein neues DFG-Projekt der BTU Cottbus-Senftenberg und der Philipps-Universität Marburg erforscht nun einen proaktiven Ansatz, der Konflikte nicht nur erkennt, sondern gezielt verhindert.

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Symbolbild Softwareentwicklung / pixabay geralt

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An der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) entwickelt die Wissenschaftlerin Prof. Leen Lambers im neuen DFG-Projekt „Conflict Prevention and Proactive Conflict Resolution Strategies for Graph Transformation“, kurz CORE-GT, einen proaktiven Ansatz für den Umgang mit Konflikten auf Basis von Graphentransformationen. Die Leiterin des Fachgebiets Praktische Informatik/Softwaresystemtechnik orientiert sich dabei am Capability Maturity Model Integration (CMMI), einem Prozess- und Reifegradmodell, das Organisationen dabei unterstützt, Abläufe zu optimieren und effiziente Arbeitsweisen zu etablieren, um Risiken in der Software-, Produkt- und Serviceentwicklung zu reduzieren.

„Ziel ausgereifter Prozesse ist es, Probleme möglichst präventiv zu vermeiden, statt erst im Nachhinein auf sie zu reagieren“, fasst Prof. Lambers zusammen. „Bislang gibt es jedoch nur wenige Forschungsarbeiten, die sich damit befassen, wie Konflikte in der Softwareentwicklung proaktiv verhindert oder auch gelöst werden können.“

Graphentransformation als methodische Grundlage

Wo in der Informatik komplexe Zusammenhänge veranschaulicht oder vielschichtig strukturierte Daten analysiert werden sollen, sind Graphen ein bewährtes Darstellungsmittel. Mit ihnen lassen sich Beziehungen zwischen einzelnen Elementen anschaulich und präzise abbilden. Die Konzepte der Graphentransformation ermöglichen eine leistungsstarke Grundlage für die Entwicklung eines wirksamen Ansatzes.

Nach Einschätzung von Prof. Lambers gibt es dafür drei Gründe:

  • Graphen eignen sich gut zur Darstellung komplexer Strukturen, wie beispielsweise Codeartefakte, Systemarchitekturen oder Rechenzustände.
  • Änderungen an diesen Strukturen lassen sich mithilfe von Graphentransformationsregeln klar beschreiben.
  • Die Graphentransformation stützt sich auf eine reichhaltige und gut etablierte Theorie.

Von der Prävention zur Lösung

Potenzielle Konflikte sollen bereits während der Entwicklung mithilfe vorbereiteter Reparaturvorschläge vermieden werden. Lassen sie sich nicht verhindern, kommen vorab definierte Lösungsschablonen zum Einsatz, die bei Bedarf semi-automatisch angewendet und mithilfe heuristischer Suchverfahren auf eine für beide Seiten tragfähige Lösung ausgerichtet werden.

Geleitet wird das Projekt CORE-GT von Prof. Gabriele Taentzer  (Philipps-Universität Marburg) und Prof. Leen Lambers. Zwei Stellen sind dafür vorgesehen, die Projektideen innerhalb von drei Jahren zu realisieren und dazu zu promovieren.

Kontakt

Prof. Dr. rer. nat. Leen Lambers
Praktische Informatik/Softwaresystemtechnik 
T +49 (0) 355 69-3880 
lambers(at)b-tu.de

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👉 www.b-tu.de  

Foto: pixabay

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